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Australien GP
16.03.-18.03.2012
in Melbourne

GP von Australien

 



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FAHRERPORTRAIT
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Bruno Senna
Bruno Senna
Team:
HRT F1 Team (2010)
Lotus Renault GP (2011)
Williams (2012)
Nationalität:
Brasilien
Geburtsdatum:
10.15.1983
Wohnort:
London
Größe:
1,80 m
Gewicht:
69 kg
Familienstand:
ledig
Hobbies:
Musik, Internet, Videospiele, Boxen
Homepage:
http://www.brunosenna.co.uk

 

Bruno Senna

Bruno Senna konnte erst spät mit seiner Leidenschaft, dem Motorsport, beginnen. Bedingt durch das Rennfahrverbot, dass nach dem tödlichen Unfall seines Onkels Ayrton über der Familie Senna verhängt wurde, begnügte sich Bruno viele Jahre lang mit Arbeit im Familienbetrieb. Glücklich wurde er dabei nie, zu groß war die Sehnsucht nach dem Rennfahren. Als kleiner Junge bekam er einige Kartlektionen von Ayrton - dabei leckte Bruno Blut.

Bis zu seinem 18. Lebensjahr jedoch musste Bruno seinen Herzenswunsch unterdrücken. Dann fragte ihn seine Mutter Viviane, was er aus seinem Leben machen wolle. Die prompte Antwort schockte sie: "Ich möchte Rennfahrer werden!" Nach reiflichen Überlegungen entschied sich die Familie dann doch, Bruno bei seinem Vorhaben zu unterstützen. So führte ihn sein Weg 2004 nach England in die Formel BMW. Dort konnte er - trotz seiner nicht vorhandenen Erfahrung - beachtliche Leistungen zeigen. Schnell nahm er an der britischen Formel-3-Meisterschaft teil, in der er nach Anfangsschwierigkeiten immer besser zurecht kam. Ein dritter Platz in Silverstone belegte seine Fortschritte. Beim Formel-Renault-Weltfinale in Macao fuhr er zudem auf den zweiten Platz.

2005 und 2006 folgten weitere Lernjahre in der britischen Formel 3. 2006 gewann er das Auftaktrennen in Oulton Park - damit stand seit vielen Jahren erstmals der Name Senna wieder ganz oben auf einer Ergebnisliste.

Der Aufstieg in die GP2 war der nächste logische Schritt für den jungen Brasilianer. Er bekam einen Rennsitz beim Team Arden International und siegte direkt im zweiten Meisterschaftslauf in Barcelona. 2008 schloss er einen Vertrag mit iSport International, dem damaligen Meisterteam. Bruno konnte das Hauptrennen in Monaco gewinnen und löste damit große Emotionen bei vielen Menschen aus - der Sieg war auf den Tag genau 15 Jahre nach Ayrton Sennas letztem Monaco-Sieg in der Formel 1. Zum Ende der Saison konnte Bruno die Vizemeisterschaft für sich verbuchen.

Die bisherigen Renningenieure loben vor allem das technische Verständnis, die präzisen Aussagen im Bezug auf die Autoabstimmung und das offene, sympathische Wesen des Brasilianers. Das Talent liegt den Sennas offenbar in den Genen. Doch nicht nur wegen des Namens reicht es nach einem Lehrjahr bei Oreca und Einsätzen bei diversen Langstreckenrennen 2010 endlich für das langersehnte Formel-1-Cockpit. Mit seinem Team HRT und vor allem dem langsamsten Boliden des Jahres hat sich Senna jedoch keinen Gefallen getan. Immerhin im teaminternen Duell sieht der Brasilianer nicht allzu schlecht aus. Was wirklich in ihm steckt kann er aber nie zeigen - viel zu viel Beschäftigung erfordert es allein den bockigen Boliden auf der Strecke zu halten.

Zu allem Frust kommt noch Ärger mit Teamchef Colin Kolles hinzu. In Silverstone muss Senna daher pausieren. Schnell wird klar, dass er bei HRT keine Zukunft hat. Somit zieht es den Neffen des legendären Ayrton Senna 2011 zu Lotus Renault - genau jener geschichtsträchtigen schwarz-goldenen Farbkombination, der ausgerechnet sein Onkel so viel Mythos eingehaucht hat.